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  • Schnellere Time-to-Market durch optimierte Workflows für die Übersetzung in der Life-Science-Branche

    15 minutes

    Die Time-to-Market in der Life-Science-Branche wird zunehmend durch die Effizienz der Unternehmen beim Management komplexer globaler, regulierter Inhalte bestimmt. Bei der internationalen Entwicklung und Zulassung von Produkten müssen behördliche Unterlagen, klinische Inhalte, Kennzeichnungen und Qualitätsaufzeichnungen in mehreren Sprachen vorbereitet, geprüft und eingereicht werden. Dies erfolgt häufig gleichzeitig und unter Einhaltung strenger behördlicher Fristen.

    Angesichts dieser zunehmenden operativen Komplexität gewinnt die Übersetzung in der Life-Science-Branche für die Marktreife zunehmend an strategischer Bedeutung. In vielen Unternehmen wird die Übersetzung jedoch nach wie vor als nachgelagerte Aufgabe betrachtet, die erst nach Fertigstellung der Dokumente in Angriff genommen wird. Dieser Ansatz mag in Einzelfällen funktionieren, stellt jedoch mit zunehmender Ausweitung internationaler Aktivitäten schnell eine Einschränkung dar. In der Praxis werden Verzögerungen, Nacharbeiten und Unstimmigkeiten selten durch den Inhalt selbst verursacht. Diese Probleme treten auf, wenn regulierte Prozesse zur Übersetzung von Inhalten nicht auf die Geschwindigkeit, Struktur und gegenseitigen Abhängigkeiten globaler Regulierungsvorgänge ausgelegt sind.

    Daher ist die Gestaltung von Workflows im Sprachbereich mehr als nur eine operative Kleinigkeit. Dieser Faktor gewinnt zunehmend an Bedeutung, wenn Unternehmen regulatorische Hürden effizient überwinden und eine schnellere, besser planbare Time-to-Market erreichen möchten.

    Warum herkömmliche Übersetzungsworkflows in der Life-Science-Branche zu Reibung führen

    Die regulatorische und klinische Dokumentation in der Life-Science-Branche folgt klar definierten Mustern. Behörden wie die EMA, FDA, MHRA, Swissmedic, PMDA, ANVISA und Health Canada setzen auf standardisierte Formate, wiederkehrende Abschnitte und präzise Terminologie. Allerdings entwickeln sich traditionelle Ansätze zur Lokalisierung regulatorischer Inhalte häufig unabhängig von diesen Strukturen.

    Wenn Übersetzungen hauptsächlich auf Dokumentebene durchgeführt werden, können sich mit der Zeit kleinere Ineffizienzen ansammeln. Was bei einzelnen Einreichungen funktioniert, wird mit zunehmendem Dokumentationsumfang, steigenden Märkten und längeren Aktualisierungszyklen immer schwieriger zu handhaben.

    Im Laufe der Zeit kann dies zu folgenden Problemen führen:

    • Die gleichen regulatorischen Aussagen werden wiederholt übersetzt.
    • Sprachaktualisierungen werden in verwandten Dokumenten uneinheitlich angewendet.
    • Änderungen in der Endphase führen zu vermeidbaren Nacharbeiten.
    • Die Bemühungen zur Überprüfung werden zur Gewährleistung der Genauigkeit verstärkt.

    Diese Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit eines strukturierteren Ansatzes für mehrsprachige regulatorische Workflows.

    Übergang von dokumentorientierter Übersetzung zu vorlagengesteuerten Übersetzungsworkflows in der Life-Science-Branche

    Viele Unternehmen überdenken derzeit die Struktur ihrer Sprachworkflows, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Moderne Sprachworkflows behandeln einzelne Übersetzungsdokumente nicht als isolierte Übersetzungsaufgaben, sondern stimmen die Übersetzungsprozesse in der Life-Science-Branche enger auf regulatorische Vorlagen und strukturierte Inhalte ab.

    Das bedeutet im praktischen Sinne, dass wiederkehrende regulatorische Abschnitte – wie Indikationen, Sicherheitshinweise, Verfahrensbeschreibungen oder Herstellungsinformationen – als wiederverwendbare, validierte Sprachkomponenten behandelt werden. Nach ihrer Genehmigung können diese Komponenten konsistent für alle Produkte, Märkte und Einreichungsarten verwendet werden. Dadurch verringert sich der Bedarf an wiederholten Überprüfungen und Neuübersetzungen im Rahmen des umfassenderen Übersetzungsprozesses in der Life-Science-Branche.

    Dieser vorlagenbasierte Ansatz ersetzt weder Translation Memories noch Terminologiemanagement. Stattdessen ergänzt es diese um eine zusätzliche Ebene der Struktur und Governance für die Übersetzung in der Life-Science-Branche:

    • Inhalte werden auf Vorlagen- oder Abschnittsebene übersetzt und validiert.
    • Genehmigte Formulierungen werden bewusst wiederverwendet, anstatt sich auf zufällige Übereinstimmungen zu verlassen.
    • Updates werden zentral verwaltet und überall im Inhalt konsistent angezeigt.

    In regulierten Umgebungen wird Geschwindigkeit nicht durch das Vorhandensein eines Glossars erreicht. Dies ergibt sich aus der Governance der Terminologie: klare Zuständigkeiten und Genehmigungen, Gültigkeitsdaten, verbotene Begriffe und ein kontrollierter Verbreitungsweg. So wird sichergestellt, dass die genehmigte Terminologie in wiederverwendbaren Vorlagen, Übersetzungsworkflows, Beschriftungen/Grafiken und Produktkanälen konsistent angewendet wird.

    Das Ergebnis ist ein Sprachworkflow, der regulatorische Prozesse und Zeitpläne effizienter unterstützt und für mehr Konsistenz und Kontrolle während des gesamten Lebenszyklus eines Dokuments sorgt.

    Praktische Ansätze für effizientere Sprachdienstleistungen

    Unternehmen aus der Life-Science-Branche nähern sich modernen Sprachworkflows aus sehr unterschiedlichen betrieblichen Sichtweisen. Einige Language-Operations und TMS/CAT-Umgebungen arbeiten bereits mit strukturierten regulatorischen Inhalten, die durch folgende Systeme unterstützt werden:

    • TermBase- oder Terminologiemanagementsysteme
    • Content-Management-Systeme (CMS oder CCMS)
    • Dokumentenmanagementsysteme (DMS)
    • Digital-Asset-Management-Systeme (DAM)
    • Plattformen für das regulatorische Informationsmanagement (RIM)
    • Qualitätsmanagementsysteme (QMS)
    • Produktinformationsmanagementsysteme (PIM)
    • Artwork-Management-Systeme (AMS)

    Andere setzen auf eine Kombination aus standardisierten Vorlagen und Ad-hoc-Dokumenten, während viele nach wie vor große Mengen an regulatorischen Inhalten in weitgehend unstrukturierten Formaten außerhalb integrierter Systeme verwalten.

    Unternehmen unterscheiden sich nicht darin, wo sie beginnen, sondern wie sie mit Veränderungen umgehen. Sie versuchen nicht, Systeme neu zu gestalten oder ihren bestehenden Technologie-Stack auf einmal zu ersetzen. Stattdessen legen sie den Schwerpunkt auf Verbesserungen, die in ihrer aktuellen Umgebung den größten unmittelbaren Nutzen bringen.

    Über verschiedene Reifegrade hinweg sieht der sinnvollste Weg zum Fortschritt häufig wie folgt aus:

    1. Identifizierung von regulatorischen Abschnitten, die in verschiedenen Einreichungen und Märkten wiederholt vorkommen
    2. Standardisierung der Terminologie und Festlegung der Zuständigkeit für „genehmigte Formulierungen“ (wer genehmigt, wann und warum)
    3. Reduzierung der wiederholten Überprüfung bereits genehmigter Inhalte durch Wiederverwendung validierter Abschnitte
    4. Wenn möglich, engere Abstimmung der Übersetzungsworkflows im Bereich Life Science mit bestehenden CMS-, RIM- oder Einreichungssystemen
    5. Einführung einer einfachen Änderungskontrollregel: Was löst eine Neuübersetzung bzw. eine Wiederverwendung aus?

    Durch diesen zielgerichteten Ansatz werden frühzeitig Vorteile erzielt und gleichzeitig die Grundlage für effizientere Workflows geschaffen. Dies gilt unabhängig von den bereits vorhandenen Technologien und zugrunde liegenden Systemen.

    Wo Sprachtechnologie und KI den Workflow sicher unterstützen

    Vorlagenbasierte Sprachworkflows schaffen zudem die richtigen Voraussetzungen für den effektiven Einsatz von Sprachtechnologie. Bei gut strukturierten regulatorischen Inhalten und einer konsistenten Terminologieverwaltung kann die Automatisierung in Übersetzungsumgebungen für die Life-Science-Branche kontrolliert und zielgerichtet eingeführt werden.

    In diesem regulierten Umfeld unterstützt die Technologie den Workflow wie folgt:

    • Sich wiederholende regulatorische Abschnitte können mithilfe einer sicheren maschinellen Übersetzung (MT) übersetzt werden. Dabei wird die systematische Wiederverwendung von genehmigten Translation-Memory-Inhalten (TM) unterstützt.
    • Dank automatischer Qualitätsbewertung lässt sich erkennen, wo eine Überprüfung durch Experten erforderlich ist.
    • Die automatisierte (maschinelle) Nachbearbeitung beschleunigt Aktualisierungen mit geringem Risiko.
    • Linguistische Fachkräfte für Regulierungsfragen konzentrieren sich auf risikoreiche, auf Behörden bezogene Inhalte.

    Durch diesen zielgerichteten Ansatz wird die Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Wahrung von Compliance, Rückverfolgbarkeit und Audit-Bereitschaft verbessert.

    Auswirkungen auf die globale Time-to-Market für Übersetzungen in der Life-Science-Branche

    Für Unternehmen aus der Life-Science-Branche, die in mehreren Regionen tätig sind, hat die Strukturierung der Sprachworkflows einen direkten und spürbaren Einfluss auf die Effizienz der Produktzulassung.

    In der Praxis zeigt sich dies wie folgt:

    • Reibungslosere parallele Einreichungen in allen Regionen
    • Weniger sprachliche Unstimmigkeiten während der behördlichen Prüfung
    • Höhere Vorhersehbarkeit bei der Einreichungsplanung und den Fristen

    Durch die Ausrichtung der Übersetzungsworkflows in der Life-Science-Branche auf behördliche Vorlagen und strukturierte Inhalte können Unternehmen Reibung vor der Einreichung reduzieren und so die Konsistenz, Kontrolle und Vorhersehbarkeit im gesamten Zulassungsprozess verbessern.

    Diese Veränderung spiegelt eine umfassendere Entwicklung im regulatorischen Bereich wider: Sprache wird nicht mehr als letzter Verarbeitungsschritt betrachtet, sondern als wesentlicher Bestandteil der Gestaltung, Pflege und Einreichung regulatorischer Inhalte in zunehmend digitalen und vernetzten Umgebungen.

    Seprotec unterstützt seit mehr als 25 Jahren Unternehmen aus der Life-Science-Branche bei der Verwaltung mehrsprachiger regulatorischer und klinischer Dokumentationen. Dabei kommen unsere Fachkompetenz, moderne Sprachworkflows und sichere KI-gestützte Lösungen zum Einsatz, die den Teams eine schnellere und besser planbare globale Time-to-Market ermöglichen.

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